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Provinz versus Provinzialität

Konferenzen der Rosa-Luxemburg-Stiftung zur Kultur

Unter dem Titel "Provinz versus Provinzialität" hat das Kulturforum der Rosa-Luxemburg-Stiftung gemeinsam mit dem Regionalbüro Lausitz der Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg am 12. Mai 2011 eine Konferenz zum Thema Kulturelle Substanz im ländlichen Raum durchgeführt - im Theater am Rand im Oderbruch. 

Am 4. und 5. Mai 2012 wurde die Konferenz fortgesetzt mit dem Schwerpunkt 'Pisa-Schock' und Musische Bildung. Veranstaltungsort war damals das Burgtheater des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters in Bautzen.

Gemeinsam mit der Fraktion Vereinte Europäische Linke / Nordische Grüne Linke im Europäischen Parlament fand am 4. Mai 2013 in den Uckermärkischen Bühnen Schwedt/Oder die dritte Kulturkonferenz statt - zum Schwerpunkt Grenzen. Grenzüberschreitung. (Inter)Kulturelle Bildung.

Für den 10. Mai 2014 luden wir zur vierten Konferenz dieser Reihe in das dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus ein - der Themenschwerpukt lag auf der bildenden Kunst: Welt anschauen. Bilder. Räume. In Bewegung

Zum Abschluss der Konferenzreihe beschäftigten wir uns 2015 mit Weltgeschichte und Geschichten aus der Provinz. Die Konferenz fand am 4. Juni 2015 in der NEUEN BÜHNE in Senftenberg statt.

2015

Weltgeschichte und Geschichten aus der Provinz (2015)

Konferenz des Kulturforums der Rosa-Luxemburg-Stiftung und des Regionalbüros Lausitz der Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg

Geschichte ist das Thema der Konferenz. Trotzdem ist es keine Geschichtskonferenz im Sinne der akademischen Disziplin. Bewährtes dieser Konferenzreihe soll fortgesetzt werden. Dazu gehört zuerst, dass Thema und Ort organisch miteinander verbunden sind. Das bedeutet für die Senftenberger Konferenz, dass ein Theaterstück fester Bestandteil der Konferenz ist – inhaltlich wie vom Ablauf her – und das Theater selbst, 1946 auf Anregung bzw. Befehl des sowjetischen Gardeoberst Soldatow gegründet, sich als Ort der Geschichte und von Geschichten vorstellt. Außerdem präsentiert die Geschäftsführung des 25. Cottbuser Festivals des Osteuropäischen Films Thema und Schwerpunkte des diesjährigen Festivalprogramms, das durchaus mit dem Thema dieser Kulturkonferenz korrespondiert. Zu erleben wird sein ein Tanzstück von Golde Grunske (Cottbus), die bereits zur 4. Kulturkonferenz die Gäste begeisterte. Sorbisches/Wendisches ist selbstverständlich wie gewohnt integraler Bestandteil der Konferenz.

Am Abend wird HEINER MÜLLERS „GERMANIA 3. GESPENSTER AM TOTEN MANN“ in der Inszenierung von MANUEL SOUBEYRAND aufgeführt - zum letzten Mal. Die Konferenz-„Dramaturgie“ wird deshalb in einem wesentlichen Punkt dem Heiner-Müller-Stück folgen, nämlich Geschichtsbetrachtung als Collage versuchen. Dadurch soll es möglich werden, zum Beispiel solche Ereignisse wie den 70. Jahrestag der Befreiung von den Nazis sowie den 25. Jahrestag des Zusammenschlusses der beiden deutschen Staaten aus eher ungewohnter Perspektive zu beleuchten – eben aus der Perspektive der „Provinz“ und der „Weltgeschichte“. 

Es wird Vorträge, Interviews und Diskussionen zu den Komplexen GEDENKEN UND WAS WIRKLICH WAR“, „VOM KRITISCHEN EINGEDENKEN“ „‘BUEN VIVIR‘ AUF SORBISCH“ UND „TAGTRÄUME ODER WIE ES SEIN KÖNNTE“ geben.

Außerdem das Tanzstück „HÄUTEN“ VON GOLDE GRUNSKE und TEXTE VON WALTER BENJAMIN (gelesen von Ursula Memmert-Gerlach). 

 

Zum detaillierten Programm und weiteren Informationen ...  

 

Kontakt: 

Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg, Regionalbüro Lausitz

Postfach 10 01 34, 01957 Senftenberg

Telefon: 0176 205 486 95 (Cathleen Bürgelt)

E-Mail: rls-kulturkonferenz [at] gmx.de

 

2014

Welt anschauen: Räume. Bilder. In Bewegung (2014)

Konferenz des Kulturforums der Rosa-Luxemburg-Stiftung und des Regionalbüros Lausitz der Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg

Das Kulturforum der Rosa-Luxemburg-Stiftung und die Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg laden herzlich ein zur vierten Kulturkonferenz PROVINZ VERSUS PROVINZIALITÄT, die in diesem Jahr den thematischen Schwerpunkt bei der bildenden Kunst setzt. Daher freuen wir uns besonders, für diese Konferenz in das wunderbare dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus einladen zu können. Die Tanzkompanie Golde G. wird mit der Choreographie „zwischenRÄUMEN“ von Golde Grunske und Martina Morasso diesen Ort zu einem besonderen Erlebnis machen.

Die vier Vortrags- und Gesprächsblöcke WELT ANSCHAUEN. RÄUME. BILDER. IN BEWEGUNG. werden neben theoretischen Überlegungen zu Provinz und Provinziellem in der globalisierten Welt und den besonderen Raumerfahrungen und Raumdefinitionen gerade auch in Brandenburg die Frage nach dem Platz für bildende Kunst und kreativen künstlerischen Projekten stellen, die oft in kein Schema passen und deshalb auf viel Wenn und Aber treffen.

Neben Vorträgen, Interviews und Gesprächsrunden mit Ulrike Kremeier, Raúl Fornet-Betancourt, Gerd-Rüdiger Hoffmann, Alfred Eichhorn, Volker Gerloff, Uta Henšelowa, Robert Rode, Gabriela Christmann, Hanka Mark, Hannelore Wodtke, Kristina Geisler, Ulrike Erdmann, Gerlinde Förster, Marianne Gielen, Herbert Schirmer, Cathleen Bürgelt, Michael Apel und anderen wird genügend Raum für Fragen, Erwiderungen und Gespräche bleiben.

Außerdem gibt es als integralen Bestandteil der Konferenz die Aufführungen „mit wenn und aber“ und „zwischenRÄUMEN“ der Tanzkompanie Golde G. in den Choreographien von Golde Grunske und Martina Morasso sowie eine Präsentation des FilmFestival Cottbus zu sehen.

In der Mittagspause besteht zudem die Möglichkeit, die drei aktuellen Ausstellungen des dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus zu besichtigen. 

Ein Teilnahmebeitrag wird nicht erhoben.

Aus organisatorischen Gründen wird jedoch um eine Anmeldung gebeten. Aber auch kurzentschlossene Gäste sind herzlich willkommen.

Zum detaillierten Programm und weiteren Informationen ...

 

Kontakt:

Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg, Regionalbüro Lausitz

Bärengasse 3, 01968 Senftenberg

Telefon: 03573 – 65 89 586 (auch AB)

E-Mail: rls-kulturkonferenz@gmx.de

 

2013

Grenzen. Grenzüberschreitung. (Inter)Kulturelle Bildung (2013)

Konferenz der Fraktion Vereinte Europäischen Linke / Nordische Grüne im Europäischen Parlament, des Kulturforums der RLS und des Regionalbüros Lausitz der RLS Brandenburg

Am 4. Mai 2013 fand in den Uckermärkischen Bühnen Schwedt die 3. Kulturkonferenz der Rosa-Luxemburg-Stiftung statt. Diesmal war es ein Gemeinschaftsprojekt mit der Fraktion Vereinte Europäische Linke / Nordische Grüne Linke im Europäischen Parlament – was vor allem auch der thematischen Ausrichtung der Konferenz geschuldet war. Es sollte wiederum um das Thema „Provinz versus Provinzialität“ gehen. Denn die Organisatorinnen gehen keineswegs davon aus, dass Provinzielles lediglich in der Provinz verbreitet ist; andersherum aber auch spannende Kunst und reichhaltiges kulturelles Leben nicht nur in den Metropolen stattfinden.

Im Speziellen beschäftigten sich Kulturexpert/innen, Politiker/innen und Praktiker/innen aus Polen und Deutschland, vor allem aus dem Land Brandenburg, mit interkultureller Bildung. Auch in Schwedt versammelten sich vor allem Macher/innen, um sich über neue Ansätze in Kulturwissenschaft, Kulturpolitik und praktischer Kulturarbeit auszutauschen. Ein Klagen auf hohem Niveau, wie gelegentlich in der Branche üblich und nicht unberechtigt, gab es wie bei den ersten beiden Konferenzen im Theater am Rand 2011 in Zollbrücke und im Deutsch-Sorbischen Volkstheater 2012 in Bautzen auch in Schwedt nicht.

Am Abend stand dann „The Rocky Horror Show“ in der Schwedter Inszenierung auf dem Programm. 

Mit Beiträgen von Reinhard Simon, Gabi Zimmer, Frauke Havekost, Christel Hartmann-Fritsch, Gerd-Rüdiger Hoffmann, Lothar Bisky, Przemysław Konopka, Helmut Scholz, Daniela Trochowski, Ulrike Erdmann, Dieter Wiedemann, Warcisław Kunc, Cezary Morawski, Ulrike Kremeier, Ireen Kautz, Bernd Buder, Volker Rehberg, Oliver Spatz, Holger Politt, Angela Šurmanowa, Bettina Fortunato, Marlen Meißner u.a.

Moderation: Alfred Eichhorn, Frauke Havekost, Torsten Koplin, Ulrike Erdmann und Konstanze Kriese

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2012

'Pisa-Schock' und Musische Bildung (2012)

Konferenz des Kulturforums der RLS, des Regionalbüros Lausitz der RLS Brandenburg und der RLS Sachsen

Musische Bildung ist Ressort und übergreifende Aufgabe. Ob musische Bildung dazu beitragen kann, die auf Verwertbarkeit ausgerichteten PISA-Kriterien zu erfüllen, darf bezweifelt werden. Sollte das denn überhaupt das Ziel musischer Bildung wie kultureller Bildung insgesamt sein? Welche Aufgaben musische Bildung im Konkreten hat, soll Gegenstand der Konferenz sein.

Wenn in der „Provinz“ musische Bildung als lustvolle Anstrengung begriffen wird, „Provinzialität“ zu überwinden, dann sind die Probleme und Erfolge vielleicht viel direkter zu erfassen als in den „Metropolen“. Auch darum soll es in Bautzen gehen, wenn an zwei Tagen im Mai die zweite Kulturkonferenz der Rosa-Luxemburg-Stiftung PROVINZ VERSUS PROVINZIALITÄT stattfindet.

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2011

Kulturelle Substanz im ländlichen Raum (2011)

Konferenz des Kulturforums der RLS und des Regionalbüros Lausitz der RLS Brandenburg

Was passiert eigentlich, wenn im ländlichen Raum das Feuerwehrdepot zum kulturellen Zentrum des Ortes wird? Kulturhaus, Schule, Gasthof und Dorfladen sind längst geschlossen, die Fahrbibliothek kommt nicht mehr, Parteien gibt es nicht und in der Kirche ist auch nicht viel los. "Knappe Kassen" und "demografischer Faktor" reichen für Entscheidungsträger oft aus, um Kulturarbeit auf dem Lande abzubauen. Aber auch in den Städten der Provinzwerden gelegentlich mit absurden Dichotomien Straßenbau gegen Freizeitzentrum, Kindergarten gegen Literaturmuseum oder Sportverein gegen Theater in Anschlag gebracht.

Und dennoch gibt es eben nicht bloß Tristesse und Abbau der kulturellen Substanz, sondern auch so etwas wie eine Gegenbewegung: In der Provinz wehrt man sich zunehmend gegen Provinzialität und Verrohung. Ideen ersetzen fehlendes Geld. Diese Prozesse zu beleuchten und darüber hinaus den Versuch zu unternehmen, den programmatischen Ansatz dabei herauszuprozessieren, war Anliegen dieser Konferenz in der tiefsten Provinz ganz weit im Osten, die das Regionalbüro Lausitz in Kooperation mit dem Kulturforum der Rosa-Luxemburg-Stiftung im Mai 2011 durchgeführt hat. 

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