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Welt anschauen: Räume. Bilder. In Bewegung

Provinz versus Provinzialität 4: Konferenz im dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus (10. Mai 2014)

Das Kulturforum der Rosa-Luxemburg-Stiftung und die Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg laden herzlich ein zur vierten Kulturkonferenz PROVINZ VERSUS PROVINZIALITÄT, die in diesem Jahr den thematischen Schwerpunkt bei der bildenden Kunst setzt. Daher freuen wir uns besonders, für diese Konferenz in das wunderbare dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus einladen zu können. Die Tanzkompanie Golde G. wird mit der Choreographie „zwischenRÄUMEN“ von Golde Grunske und Martina Morasso diesen Ort zu einem besonderen Erlebnis machen.

Die vier Vortrags- und Gesprächsblöcke WELT ANSCHAUEN. RÄUME. BILDER. IN BEWEGUNG. werden neben theoretischen Überlegungen zu Provinz und Provinziellem in der globalisierten Welt und den besonderen Raumerfahrungen und Raumdefinitionen gerade auch in Brandenburg die Frage nach dem Platz für bildende Kunst und kreativen künstlerischen Projekten stellen, die oft in kein Schema passen und deshalb auf viel Wenn und Aber treffen.

Neben Vorträgen, Interviews und Gesprächsrunden mit Ulrike Kremeier, Raúl Fornet-Betancourt, Gerd-Rüdiger Hoffmann, Alfred Eichhorn, Volker Gerloff, Uta Henšelowa, Robert Rode, Gabriela Christmann, Hanka Mark, Hannelore Wodtke, Kristina Geisler, Ulrike Erdmann, Gerlinde Förster, Marianne Gielen, Herbert Schirmer, Cathleen Bürgelt, Michael Apel und anderen wird genügend Raum für Fragen, Erwiderungen und Gespräche bleiben.

Außerdem gibt es als integralen Bestandteil der Konferenz die Aufführungen „mit wenn und aber“ und „zwischenRÄUMEN“ der Tanzkompanie Golde G. in den Choreographien von Golde Grunske und Martina Morasso sowie eine Präsentation des FilmFestival Cottbus zu sehen.

In der Mittagspause besteht zudem die Möglichkeit, die drei aktuellen Ausstellungen des dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus zu besichtigen. 

Ein Teilnahmebeitrag wird nicht erhoben.

Aus organisatorischen Gründen wird jedoch um eine Anmeldung gebeten. Aber auch kurzentschlossene Gäste sind herzlich willkommen.

Kontakt: Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg, Regionalbüro Lausitz, Bärengasse 3, 01968 Senftenberg, Telefon: 03573 – 65 89 586 (auch AB), E-Mail: rls-kulturkonferenz@gmx.de 

 

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Programm

Stand vom 28. April 2014 

 

9.30 Uhr     ANKOMMEN (Kaffee)

 

10.00 Uhr     AUFTAKT

  • Begrüßung durch CATHLEEN BÜRGELT (Historikerin; Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg)
  • Begrüßung durch ULRIKE KREMEIER (Direktorin des dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus)
  • Tanzaufführung "Mit Wenn und Aber"
    Choreographie: GOLDE GRUNSKE (TANZwerkstatt Cottbus); Tanz: GOLDE GRUNSKE und GRIFFIN LAUCHLANN

 

10.30 Uhr     WELT ANSCHAUEN

  • Provinz und Provinzielles in einer globalisierten Welt - Heimat als Utopie
    RAÚL FORNET-BETANCOURT (Philosoph, Befreiungstheologe, Nestor der Interkulturellen Philosophie; Aachen) und GERD-RÜDIGER HOFFMANN (MdL, Philosoph, Kulturpolitiker; Senftenberg/Potsdam) im Dialog
  • Interkulturalität - Politisches Programm oder Marketingkonzept?
    ALFRED EICHHORN (Journalist, Moderator) im Gespräch mit RAÚL FORNET-BETANCOURT, VOLKER GERLOFF (Rechtsanwalt; Berlin), UTA HENŠELOWA (Domowina – Bund Lausitzer Sorben e.V., Regionalsprecherin für die Niederlausitz), ROBERT RODE (Sozialwissenschatler, Lehrstuhl Interkulturalität / UNESCO Chair in Heritage Studies der BTU Cottbus-Senftenberg) und GERD-RÜDIGER HOFFMANN
  • Nachfragen und Erwiderungen
  • 24. Filmfestival Cottbus - Festival des Osteuropäischen Films
    Präsentation des diesjährigen Festivaltrailers und Kurzinterview zum Programm

 

12.00 Uhr     MITTAGESSEN, Pause und Möglichkeit des Besuchs der drei aktuellen Ausstellungen im dkw. Kunstmuseum Cottbus

  • HELIKOPTER UNTER DEN FINGERNÄGELN. Plakate, Comics, andere Drucksachen von HENNING WAGENBRETH
  • NOCH EIN LEBEN. Erste umfassende Einzelausstellung mit photographischen Werken von LUDWIG RAUCH
  • ATZE UND MOSAIK. Das Geschichts- und Politikbild der Zeit von 1914 bis 1989 in DDR-Comics

 

13.30 Uhr     IN BEWEGUNG 

  • Tanzaufführung „zwischenRÄUMEN“
    Choreographie: GOLDE GRUNSKE; Tanz: GOLDE GRUNSKE, MARTINA MORASSO und GRIFFIN LAUCHLANN; Musik: NICOLLE BREWING (Geige)

 

14.00 Uhr     RÄUME

  • Raumbezogene kollektive Identitäten als komplexe kulturelle Konstrukte
    GABRIELA CHRISTMANN (Soziologin, Politologin, Leibnitz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung; Erkner)
  • „Die Schmerzen der endenden Art" von Jurij Koch
    Lesung aus „Jubel und Schmerz der Mandelkrähe“ mit HANKA MARK (Schauspielerin an der NEUEN BÜHNE; Senftenberg)
  • Problemregionen: Warum die Menschen trotzdem bleiben ... oder auch nicht
    ALFRED EICHHORN im Gespräch mit GABRIELA CHRISTMANN, HANKA MARK und HANNELORE WODTKE (Netzwerk Tagebaurandbetroffene; Welzow)
  • Nachfragen und Erwiderungen

 

15.30 Uhr     KAFFEEPAUSE

 

16.00 Uhr     BILDER

  • Alltag in der Kunst. Kunst im Alltag
    ULRIKE KREMEIER (Direktorin des dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus)
  • Zum Beispiel das Kunstarchiv Beeskow
    KRISTINA GEISLER (Historikerin; Kunstarchiv Beeskow) 
  • Hat Bildende Kunst einen Auftrag zu erfüllen?
    ULRIKE ERDMANN (Plattform Kulturelle Bildung Brandenburg; Potsdam) im Gespräch mit GERLINDE FÖRSTER (Kunstwissenschaftlerin, Vorsitzende der GEDOK Brandenburg; Rangsdorf), MARIANNE GIELEN (Bildende Künstlerin; Potsdam), ULRIKE KREMEIER, HERBERT SCHIRMER (Kulturminister a.D., Kurator, Journalist; Lieberose) und GERD-RÜDIGER HOFFMANN
  • Nachfragen und Erwiderungen

 

17.30 Uhr     PROVINZ VERSUS PROVINZIALITÄT? PROVINZ ALS HERAUSFORDERUNG

  • ALFRED EICHHORN im Gespräch mit CATHLEEN BÜRGELT, REINHARD SIMON (Intendant der Uckermärkischen Bühnen; Schwedt/Oder) und MANUEL SOUBEYRAND (ab September 2014 Intendant der NEUEN BÜHNE; Senftenberg)

 

 

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Anmeldung / Kosten

Ein Beitrag für die Teilnahme an der Konferenz wird nicht erhoben. 

Aus organisatorischen Gründen bitten wir jedoch um eine Anmeldung:

 

Anmeldung aus Berlin bitte an:

Michaela Klingberg

Kulturforum der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Telefon: 030 – 44310160

E-Mail: klingberg@rosalux.de



Anmeldung aus Brandenburg und von anderswo bitte an:

Cathleen Bürgelt

Regionalbüro Lausitz der Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg e.V.

Bärengasse 3, 01968 Senftenberg

Telefon: 03573 – 65 89 586 (auch AB) oder 0176 – 205 486 95

E-Mail: rls-lausitz@gmx.de

 

Aber auch Kurzentschlossene sind herzlich willkommen.

 

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Veranstalter

Kulturforum der Rosa-Luxemburg-Stiftung

http://www.rosalux.de/kultur-medien.html

 

                  

Lausitz-Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg e.V.

http://www.gerd-ruediger-hoffmann.de/rls

 

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dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus

Außenansicht des dkw. (Foto: Marlies Kross)
Foyer des dkw. (Foto: Marlies Kross)
Treppenhaus im Schalthaus (Foto: Marlies Kross)

Der Veranstaltungsort für die diesjährigen Kulturkonferenz ist das dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus - die Adresse ist: 

Uferstraße / Am Amtsteich 15, 03046 Cottbus

 

 

Bereits sechs Jahre ist es her, dass die Brandenburgischen Kunstsammlungen von der Spremberger Straße in das ehemalige Dieselkraftwerk auf die Mühleninsel in Cottbus / Chóśebuz gezogen sind. Dieses neue Domizil hat sich zu einer beliebten Sehenswürdigkeit entwickelt, für Kunstbegeisterte, Architekturliebhaber und Technikinteressierte gleichermaßen.

Die Sammlung des Landesmuseums für bildende Kunst umfasst über 23.000 Objekte moderner und zeitgenössischer Kunst - aus den Bereichen Malerie, Skulptur, Grafik, Photographie und insbesondere Plakatkunst. Die Schwerpunkte der Sammlung des dkw. und damit zusammenhängend auch der Ausstellungen sind die Themen Landschaft, Raum, Natur und Umwelt, was in der vom Braunkohletagebau geprägten Lausitz von besonderer Relevanz ist. 

Seit 2004 bildet das dkw. gemeinsam mit dem Staatstheater Cottbus die Brandenburgische Kulturstiftung Cottbus.

 

Informationen zum dkw. finden Sie im Internet unter dem Link:

http://www.museum-dkw.de

zur Sammlung uunter:

http://www.museum-dkw.de/sammlungen.htm

und insbesondere zur Geschichte der Brandenburgischen Kunstsammlung und des Dieselkraftwerks unter:

http://www.museum-dkw.de/institution.htm

 

 

 

Ausstellungsraum M1 (Foto: Marlies Kross)
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Die aktuellen Sonderausstellungen im dkw.

Die folgenden Texte sind der Internetseite des dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus entnommen.

Henning Wagenbreth: 50 Cent Soldaten aus Plastic Dog Comics (Quelle: www.museum-dkw.de)

Helikopter unter den Fingernägeln. Plakate, Comics und andere Drucksachen von Henning Wagenbreth

27.3. - 15.6.2014 (Eröffnung am 4.4.2014)

Henning Wagenbreth gehört zu den Vertretern der deutschen Comic-Avantgarde. Der Berliner Künstler ist bekannt für seine markanten, oft farbenfrohen Illustrationen. Unmittelbar vor dem Fall der Mauer gründete er in Ostberlin mit Anke Feuchtenberger, Holger Fickelscherer und Detlef Beck die Gruppe "PGH Glühende Zukunft". Diese alternative "Produktionsgenossenschaft des Handwerks" sorgte nach der Wende auch im Westen für Furore - dank ihrer stilsicheren Verknüpfung von Elementen aus Comics, Illustration, Plakatkunst etc. zu überaus eigenwilligen und unverwechselbaren Bildsprachen. Henning Wagenbreths Einflüsse sind mannigfaltig und reichen von den Comics aus Art Spiegelmans Avantgarde-Magazin RAW über sowjetische Plakat- und Propagandakunst, die neue Sachlichkeit, osteuropäische Illustratoren, Expressionismus und Underground bis hin zu den Möglichkeiten und Beschränkungen der Computergrafik. Aus diesen Einflüssen schuf Henning Wagenbreth einen unverwechselbaren Stil, der ihn bald zum begehrten Plakatgestalter und Illustrator machte. Sein Kinderbuch "Mond und Morgenstern" nach einer Erzählung von Wolfram Frommelt wurde 1999 als "Schönstes Buch der Welt" ausgezeichnet. Wagenbreths Stil ist vordergründig direkt, zugleich hintergründig verspielt und detailreich. Seine Figuren bewegen sich an der Grenze zur Abstraktion, die Linien sind klar und dick, die Farben dominant. Er spielt mit Klischees - und versucht herauszufinden, wie weit er sich vom Vertrauten entfernen kann und doch verständlich bleibt. Atmosphärische Zwischentöne und diffuse Zwischenräume fehlen ebenso wie Emotionen. Die einzelnen Bildelemente - Wagenbreth nennt sie "visuelle Begriffe" - sind immer gut erkennbar und leicht lesbar. "Illustration ist kein schmückendes Dekor" sagte Wagenbreth in der Zeitschrift Jitter (Magazin für Bildkultur), sondern müsse, "wie gute Kunst überhaupt, gesellschaftliche Relevanz haben. Illustration an sich ist uninteressant." Ihr Auftrag sei es, "ein Beitrag zur Streitkultur und zur gesellschaftlichen Willensbildung" zu sein. Die Ausstellung ist eine kompakte Präsentation des vielfältigen und erfindungsreichen Werkes von Henning Wagenbreth, sie umfasst Plakate, Comics und Illustrationen. Henning Wagenbreth, 1962 in Eberwalde geboren, studierte Grafik-Design an der Kunst­hochschule Berlin-Weißensee. Er arbeitet freiberuflich als Illustrator, seit 1994 auch als Professor für Visuelle Kommunikation an der Universität der Künste in Berlin.

 

Ludwig Rauch: Berlin, 1989 (Quelle: www.museum-dkw.de)

Noch ein Leben Ludwig Rauch

5.4. - 25.5.2014 (Eröffnung am 4.4.2014, in Kooperation mit der Lyonel Feininger Galerie, Quedlinburg)

Das dkw. präsentiert die erste umfassende Einzelausstellung mit fotografischen Werken von Ludwig Rauch in einem Museum. Nach Jahrzehnten der künstlerischen Arbeit mit der Kamera, hat Ludwig Rauch ein reichhaltiges Werk entwickelt. Es bedarf der Räume eines Museums, faktisch wie ideell, um die Vielfalt der Aspekte dieser Arbeit sichtbar zu machen, d.h. eine vorläufige fotografische Position zu definieren sowie vielfältig zu diskutieren.

Die Installation der Arbeiten in den Räumen des Schalthauses des dkw. soll es den BesucherInnen ermöglichen, Bildräume zu betreten, die über die einzelnen Serien hinaus weisen und die inhaltlichen wie formalen Bezüge zwischen Fotografien wahrnehmbar machen. Die Ausstellung wird durch die drei Kapitel Bildwelten, Bildarchive und Bildgeschichte(n) strukturiert.

Den Ausgangspunkt bildet eine umfangreiche Fotokollektion, die Motive aus verschiedenen Projekten, wie "DDR", "Rentner", "Freunde", auf einer Wand im zentralen Ausstel­lungsraum des Schalthauses vereint. Umfänglich werden die Bildserien in weiteren Räumen des dkw. präsentiert. Weiterhin ist gegenüber der Bildwelten-Wand die Installation einer dreiteiligen Bildkomposition in einem Leuchtkasten geplant, die ein profundes Gegengewicht zur umfassenden Erscheinung der Bildkollektion bildet. Auch dieses Werk ist kein Einzelstück. In einem zusätzlichen Ausstellungsraum sind weitere durchleuchtete Bildkombinationen zu sehen, welche divergierende Impressionen parallelisieren und kontrastieren.

Die Werkschau entsteht in Kooperation mit der Lyonel-Feininger-Galerie, Stiftung Moritzburg die ihrerseits die Arbeiten zwischen dem 12.6. und 2.11.2014 in Quedlinburg präsentiert.

 

Titelblatt von ATZE Nr. 3/1965 (Quelle: www.museum-dkw.de)

Atze und Mosaik. Das Geschichts- und Politikbild der Zeit von 1914 bis 1989 in DDR-Comics#

5.4. - 22.6.2014 (Eröffnung: 4.4.2014, Kurator: Thomas Kramer, ermöglicht aus Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur)

Die Ausstellung widmet sich der Vermittlung historischer Ereignisse vom Ausbruch des I. Weltkrieges bis zu den letzten Jahren der DDR in den Comiczeitschriften ATZE und MOSAIK. Die Präsentation umfasst Plakate, Bilderwelten, Spielzeug und andere Objekte. Seit 1955 beeinflussten ATZE und MOSAIK mit einer monatlichen Auflagenhöhe von 1/2 bzw. 1 Million als Teil des Systems der DDR-Kinder- und Jugendzeitschriften Gene­rationen von Lesern in einem prägenden Lebensabschnitt. Die Ausstellung zeigt, wie Geschichte in DDR-Medien als omnipräsente Metaerzählung die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft umfasst.

Im Jahr 2014 gibt es eine Reihe historischer Ereignisse, darunter die Gründung von BRD und DDR vor 65 Jahren oder den Untergang der DDR vor 25 Jahren. Die geplante Ausstellung soll demonstrieren, wie sich diese historischen Ereignisse im Comic widerspiegeln. Je ein Kapitel beschreibt ein historisches Ereignis bzw. Phänomen. Vergrößerte Comicpanels, Sachbücher mit grafischen Vorlagen für die Comiczeichner und dreidimensionale Ausstellungsstücke wie z.B. DDR-Spielzeug unterstreichen das Anliegen und tragen zur größeren Anschaulichkeit bei.

Zum ersten Mal widmet sich eine Ausstellung auf der Grundlage von Archivstudien wissenschaftlich fundiert jenseits fantypischen oder nostalgischen Interesses explizit dem Phänomen Geschichte in diesem an Kinder und Jugendliche adressierten Medium der DDR. ATZE bot vor allem Bildergeschichten mit politischer Thematik. Sie musste neben der Stellungnahme zu aktuellen Ereignissen aus Politik und Wirtschaft auch auf historische Ereignisse und Jubiläen reagieren. Bei MOSAIK handelt es sich um die einzige durchgängig von 1955 bis 1990 erscheinende Comicbook-Reihe der DDR. Im Unterschied zu ATZE mit jeweils mehreren Comics und redaktionellen Beiträgen präsentierte MOSAIK pro Heft jeweils eine in sich geschlossene Geschichte. Seine knollennasigen Helden, die Digedags, erleben über die Jahre die unterschiedlichsten Abenteuer, in denen bildungspolitische Ziele transportiert werden.

Die Präsentation beruht auf Forschungsergebnissen von Dr. Thomas Kramer (Berlin), dem die gesamte Konzeption, Bildauswahl und Autorschaft der Texte oblag. Er habilitierte sich 2001 an der Humboldt-Universität zum DDR-Comic MOSAIK und verfasste neben Monografien und Zeitschriftenpublikationen zu anderen kulturhistorischen Phänomenen (z.B. Karl May. Ein biografisches Porträt. Freiburg 2011) dazu mehrere Bücher und zahlreiche Aufsätze.

 

 

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Zwei Tanzaufführungen in den Choreographien von Golde Grunske und Martina Morasso

Die Tanzkompanie Golde G. wird mit zwei Stücken die Konferenz bereichern und auf beeindruckende Weise Ort und Thema der Konferenz zusammenbringen.

Die Kompanie für Zeitgenössischen Tanz wurde im Oktober 2008 von der Tänzerin und Choreographin Golde Grunske gegründet und arbeitet mit unterschiedlicher Besetzung. Seit 2009 hat die Tanzkompanie Golde G. eigene Probenräume in Cottbus, zur Zeit in der TANZwerkstatt Cottbus. 

Weitere Informationen unter www.golde-grunske.de

Die TANZwerkstatt Cottbus wurde von Golde Grunske gegründet und wird von ihr geleitet. Sie bietet Raum für Zeitgenössischen und experimentellen Tanz. Sie ist Arbeitstsätte für Tanz und Choreographie und Tanzunterricht. Ziel der TANZwerkstatt ist, in einem geschützten Raum an einer individuellen tänzerischen Bewegungssprache zu arbeiten und choreographisch mit persönlichen und gesellschaftspolitischen Themen zu berühren. Die TANZwerkstatt ist offen für alle Formen und Ansätze auf dem Gebiet des Tanzes und der Choreographie. Außerdem sollen freie Tänzer und Choreographen der Region die Möglichkeit erhalten, unbürokratisch ihre Arbeiten in den Räumen der TANZwerkstatt zu präsentieren.

Mehr dazu unter www.tanzwerkstatt-cottbus.de

"zwischenRÄUMEN" in der Choreographie von Golde Grunske (Fotos: Marlies Kross)

Zu Beginn der Veranstaltung werden Golde Grunske und Griffin Lauchlann das Stück "mit wenn und aber" aufführen, zu dem die Choreographin Golde Grunske schreibt: "Im Zeitalter von Flexibilität und Anpassung sind wir konfrontiert mit unklaren und nicht eindeutigen Aussagen, einem auf und nieder, hin und her, einem 'sich verbiegen' mit Worten und Gesten, einem 'sich abrackern' bis zum Umfallen."

Im Themenblock "IN BEWEGUNG" wird das dkw. und seine Architektur in der Inszenierung "zwischenRÄUMEN" auf herausragende Weise erlebbar. “zwischenRÄUMEN” ist eine Choreographie von Golde Grunske und Martina Morasso, die sich mit der Architektur des ehemaligen Dieselkraftwerks und heutigen Kunstmuseums auseinandersetzt, architektonische Linien und Formen aufnimmt und versucht, diese in den Raum zu tragen und lebendig werden zu lassen. Die Zuschauer/innen erleben Tanz an verschiedenen Stationen des Hauses, z.B. an den „Arkaden“, im Treppenturm und im Foyer. Dort wird das von Martina Morasso choreographierte Stück "Musik der Armen" Teil der Aufführung. Das Publikum „wandert“ mit den Tänzerinnen und Musikern durch das Gebäude, wird somit Teil der Choreographie. Begleitet wird die Performance live von Geige (Nicolle Brewing), Trompete (Carsten Klabunde) und Gesang (Maria Küch).

Golde Grunske erhielt 2013 den erstmals vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Brandenburg verliehenen Kunst-Förderpreis für den Bereich Darstellende Kunst. In der Begründung der Jury hieß es: "Die Arbeiten von Golde Grunske zeichnen sich durch die konsequente langjährige Entwicklung und Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten Themen aus. Dabei stellt sie sich bewusst außerhalb eines auf leicht konsumierbare Bühnenereignisse ausgerichteten Theaterbetriebs. Ihre choreografischen Arbeiten überzeugen sowohl mit ihrer sehr originären künstlerischen Sprache als auch mit dem Ansatz, diese Bühnensprache in einem sehr konkreten Kontext zu entwickeln."

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Verpflegung

Blick ins Café Ölschalter (Foto: Cathleen Bürgelt)

Die Verpflegung vor Ort wird vom Café Ölschalter im dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus angeboten, welches in der Verantwortung von Sebastién Peuquet vom französischen Bistro CHEZ CARAMELLE aus der Cottbuser Burgstraße liegt.

Kaffee beim Ankommen und zur Kaffeepause wird kostenfrei zur Verfügung stehen.

Für das Mittagessen wird Sebastién Peuquet ein Buffet zusammenstellen, das drei Gänge umfassen und dennoch unter 10 Euro kosten wird. 

 

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Cottbus / Chóśebuz

Nach Zollbrücke, Bautzen und Schwedt findet die vierte Konferenz der Reihe "PROVINZ VERSUS PROVINZIALITÄT" in diesem Jahr in Cottbus / Chóśebuz statt. Mit knapp 100.000 Einwohnern ist sie nach Potsdam die zweitgrößte Stadt des Landes Brandenburg und das politische und kulturelle Zentrum der sorbischen/wendischen Minderheit in der Niederlausitz. Cottbus / Chóśebuz ist auch die einzige Kommune in Deutschland, deren offizielle Bezeichnung zweisprachig ist. 

Zur Webpräsenz der Stadt Cottbus / Chóśebuz ...

 

 

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Sorbisches / Wendisches in Cottbus / Chóśebuz

Im gesamten Stadtgebiet sind die Straßenschilder zweisprachig. (Foto: www.cottbus.de)

Cottbus / Chóśebuz ist das Zentrum der Sorben / Wenden in der Niederlausitz und die einzige Kommune in Deutschland mit einem zweisprachigen Namen. Wie im gesamten sorbischen / wendischen Siedlungsgebiet ist auch in Cottbus die Straßenbeschilderung zweisprachig. Neben dem Landkreis Spree-Neiße hat auch Cottbus einen hauptamtlichen Beauftragten für die sorbsichen / wendischen Angelegenheiten.

Unter dem folgenden Link hat die Stadt einige Informationen über das Leben der Sorben / Wenden in Cottbus, die Pflege der Kultur und der Traditionen, aber auch zur Herkunft der Begriffe zusammengestellt:

Themenseite "Sorbische / wendische Kultur, Traditionen und Bräuche" auf der Internetseite der Stadt ...

 

 

Wendisches Museum in der Mühlenstraße (Foto: Wikimdia @ Alexandru Guirca)

In Cottbus gibt es nicht nur das Wendische Haus, in dem sich die Regionalstellen der Stiftung für das Sorbische Volk, des Sorbischen Instituts oder der DOMOWINA (Bund Lausitzer Sorben) sowie die Sorbische Kulturinformation LODKA befinden, die Schule für Niedersorbische Sprache und Kultur oder das WITAJ-Sprachzentrum, sondern auch das Wendische Museum. 

Zum Wendischen Museum ...

Während der Konferenz wird sich auch die sorbische Kulturinformation LODKA im dkw. präsentieren.

 

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Anreise nach Cottbus/Chóśebuz

Mit dem Auto

Das dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus befindet sich in der Uferstraße/Am Amtsteich 15, 03046 Cottbus/Chóśebuz. 

Eine Wegbeschreibung sowie eine Karte finden Sie hier auf den Seiten des dkw. Durch Klick auf die nebenstehende Karte gelangen Sie zu Google-Maps.

Ein paar wenige Parkplätze gibt es direkt am dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus. Im Umfeld befinden sich jedoch verschiedene Parkhäuser, z.B. das Parkhaus am Neustädter Platz, ca. 3 Minuten zu Fuß vom dkw. entfernt.


Mit der Bahn

Wir empfehlen die Anreise mit der Bahn – z.B. in Gruppen bis fünf Personen mit dem Berlin-Brandenburg-Ticket, welches auch für Straßenbahn und Bus in Cottbus/Chóśebuz gilt.

Vom Hauptbahnhof Cottbus/Chóśebuz aus sind es etwa 2 km bis zum dkw. Man erreicht das Kunstmuseum aber auch mit Bus und Straßenbahn (Haltestellen: Stadtpromenade oder Freiheitsstraße). 

Einen Netzplan finden Sie hier auf den Seiten von CottbusVerkehr, eine Verbindungsauskunft zum Beispiel auf den Seiten des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg.

 

Kurzfristig scheint es Änderungen bei der Bahn zu geben, so dass die Züge nach Cottbus erst ab LICHTENBERG verkehren. Abfahrt vom Hauptbahnhof nach Lichtenberg ist z.B. schon 7.18 Uhr bzw. 8.18 Uhr mit der S7.

Zwischen Berlin und Cottbus/Chóśebuz verkehrt die ODEG stündlich, so zum Beispiel:

  • 7.47 Uhr ab Berlin-Lichtenberg,  8.59 Uhr an Cottbus/Chóśebuz
  • 8.47 Uhr ab Berlin-Lichtenberg,  9.59 Uhr an Cottbus/Chóśebuz

Für die Rückfahrt:

  • 18.00 Uhr ab Cottbus/Chóśebuz,  19.12 Uhr an Berlin-Lichtenberg
  • 19.00 Uhr ab Cottbus/Chóśebuz,  20.12 Uhr an Berlin-Lichtenberg

Zur Reiseauskunft der Deutschen Bahn...

 

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