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Regionalbüro Lausitz

Im Februar 2005 wurde in Senftenberg das Regionalbüro Lausitz der Rosa-Luxemburg-Stiftung e.V. gegründet. Veranstaltungen hat die Stiftung schon viele Jahre zuvor durchgeführt - personifiziert durch Dr. Gerd-Rüdiger Hoffmann und für die Veranstaltungen der Frauengruppe LISA durch Brigitte Rex.

Aufgrund des Angebots von Dr. Gerd-Rüdiger Hoffmann war das Lausitzbüro in den Jahren seiner Abgeordnetentätigkeit bis Oktober 2014 zu Gast in seinen Räumlichkeiten, zunächst in der Bahnhofstraße 28 und dann in der Bärengasse 3 in Senftenberg und verstand sich immer auch als Anlaufstelle für Projekt- und Veranstaltungsideen – im Bereich der politischen Bildung, aber auch in Hinsicht auf Kunst und Kultur.

Die Einrichtung eines Regionalbüros erleichterte die Fortführung bereits vorhandener Projekte und die Planung neuer Vorhaben, in den Jahren 2005 bis 2014 waren dies vor allem als zentrale Veranstaltungen bzw. Veranstaltungsreihen: 

  • LISA-Café: Die Frauengruppe LISA lud regelmäßig Gäste aus Senftenberg, Brandenburg oder aus dem Bundesgebiet zu Vorträgen ins Lisa-Café zu Vorträgen ein. 
  • Philosophieabende: Seit Anfang der 1990er Jahre lud Dr. Gerd-Rüdiger Hoffmann (Philosoph und Afrikawissenschaftler) zu philosophischen Gesprächen ein.
  • Denkbares & Machbares: Mit dieser Gesprächsreihe sollte eine plurale und kontroverse Debatte um linke Programmatik vor Ort angestoßen und Konzepte für eine dringend notwendige gesellschaftliche Neuorientierung und einen politischen Richtungswechsel diskutiert werden.
  • Verwalten, verzweifeln oder gestalten? Sachzwänge und Denkzwänge und die Abeit am "großen Versprechen": Aufbauend auf der Reihe "Denkbares & Machbares" wurden in dieser Vortragsreihe Fragen politischen Denkens und Handelns mit Politiker_innen und Fachleuten aus Praxis und Wissenschaft diskutiert.
  • Kulturkonferenzen "Provinz versus Provinzialität": In Kooperation mit dem Kulturforum der Rosa-Luxemburg-Stiftung hat das Regionalbüro einmal im Jahr eine größere Konferenz zu kulturpolitischen Themen durchgeführt - an ganz besonderen Orten: zur Sicherung der kulturellen Infrastruktur im Theater am Rand im Oderbruch, zur musischen Bildung am Deutsch-Sorbsichen Volkstheater in Bautzen, zur interkulturellen Bildung an den Uckermärkischen Bühnen Schwedt/Oder und zur darstellenden Kunst im Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus/Chóśebuz.
  • Senftenberger Kolloquium anlässlich des sogenannten Holocaust-Gedenktages: In aller Regel führte die Stiftung im Januar zum Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz ein Kolloquium durch, das sich der Geschichte der Opfer nationalsozialistischer Gewaltherrschaft sowohl aus theoretischer als auch aus praktischer Perspektive zu nähern versuchte. Zunehmend standen auch neue rechtsextreme Tendenzen im Blickpunkt.  
  • EIN FEST: Im September fand bis 2009 das Sommerfest der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Senftenberg statt, mit "Gesprächen unter Bäumen", Literatur und Musik und einer Theateraufführung.
  • Frauentagsveranstaltungen: Gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Dr. Hoffmann lud die Stiftung jährlich zu einer besonderen Veranstaltung anlässlich des Frauentags ein, die zugleich auch einer der kulturellen Höhepunkte der Frauenwoche in der Region waren.
  • Stolpersteine: Seit 2006 recherchiert eine engagierte Arbeitsgruppe um Eva Klein das Leben von Jüdinnen und Juden in Senftenberg und Umgebung. Bisher konnten die vierzehn Stolpersteine in Senftenberg verlegt werden - kleine Messingtafeln, die, eingelassen in den Bürgersteig, an zwischen 1933 und 1945 verfolgte und getötete Senftenberginnen und Senftenberg erinnern. 
  • FilmFestival Cottbus - Festival des osteuropäischen Films: Einige Jahren war die Brandenburgische Stiftung mit jeweils einem Projekt beim FilmFestival dabei, seit 2013 unterstützt die Stiftung auf Bundesebene dieses herausragende Festival.  

Einer der Höhepunkte der Arbeit des Regionalbüros war die Durchführung des VI. Internationalen Kongresses für Interkulturelle Philosophie, der gemeinsam mit dem Missionswissenschaftlichen Institut Missio Aachen und der Fachhochschule Lausitz im Mai 2005 in Senftenberg stattfand und sich – als regionalspezifische Fragestellung – auch mit dem Verhältnis der deutschen und sorbischen Kultur beschäftigte.

Mit dem Ende der Tätigkeit von Gerd-Rüdiger Hoffmann als Landtagsabgeordneter hat sich auch die Arbeit des Lausitzbüros der Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg e.V. geändert - die verschiedenen Veranstaltungsreihen wurden in der neuen Reihe "Reden über Philosophie, Kunst und Politik" zusammengeführt und finden seit November 2014 in Tenglers Buchhandlung am Markt 11 in Senftenberg statt.

Die Arbeit der Stolpersteinarbeitsgruppe wird fortgeführt werden und auch die Konferenzreihe "Provinz versus Provinzialität" wird ihre Fortsetzung finden.