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Aktuelle Termine des Regionalbüros Lausitz

 

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Kunst der DDR: Material für historische Archive oder „echte“ Kunst?

Vortrag & Gespräch mit Ulrike Kremeier (Kunsthistorikerin, Direktorin des BLMK)

Sehr herzlich lädt die Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg zu einer Veranstaltung mit Ulrike Kremeier, der Dirketorin des Brandenburgischen Landesmuseums für moderne Kunst in Cottbus und Frankfurt (Oder) ein, bei der es um die neuere Geschichte der Kunst und um die die Auseinandersetzung mit in der DDR entstandener Kunst gehen wird. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Seenland-Buchhandlung statt.

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Montag, 16. Januar 2023, 17.00 Uhr
Seenland Buchhandlung, Markt 11, 01968 Senftenberg/Zły Komorow

Kunst der DDR: Material für historische Archive oder „echte“ Kunst?

Vortrag und Gespräch mit

* Ulrike Kremeier (Kunsthistorikerin, Direktorin des BLMK)
* moderiert von Dr. Gerd-Rüdiger Hoffmann (Philosoph, Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg)

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In der Senftenberger Philosophiereihe „Freiheit – Vernunft – Demokratie –Gerechtigkeit“ geht es diesmal um neuere Geschichte der Kunst – und die Auseinandersetzung um ein Bild von der DDR und der hier entstandenen Kunst. In einem Interview vom Juni 2020 mit der „Märkischen Oderzeitung“ sagte Ulrike Kremeier zum Bestand der Museen in Cottbus und Frankfurt (Oder) folgendes: „… die Sammlung mit dem Kern Kunst aus der DDR ist großartig. Ein großes Missverständnis ist aber, diesen Bestand nur immer an DDR, also dem Staatlichen, festmachen zu wollen. Grundsätzlich ist das erstmal Kunst.“ Mit diesem sachlichen und fachlich fundierten Ansatz leitet Ulrike Kremeier erfolgreich das BLMK. Trotzdem ist der Streit darüber, was denn eigentlich Kunst aus der DDR sei und warum „DDR-Kunst“ mehr Kampfbegriff als kunsthistorischer Terminus sei und deshalb abzulehnen ist, wie Kremeier meint, noch lange nicht beendet. In dieser Debatte ist mit der klugen und scharfzüngigen, dennoch stets freundlichen, Ulrike Kremeier zu rechnen. Die Frauengruppe Lisa wollte nach einer Ausstellungsführung in Cottbus unbedingt ein weiteres Gespräch mit Ulrike Kremeier.

2012 kam Ulrike Kremeier als Direktorin des Museums Dieselkraftwerk nach Cottbus. Seit der Fusion zum Brandenburgischen Landesmuseum für Moderne Kunst 2017 ist sie auch für den Standort Frankfurt (Oder) verantwortlich. Beide Häuser beherbergen mit 30 000 Werken die größte Sammlung zur Ostmoderne. Kremeier leitete zuvor die Kunsthalle im französischen Brest. ULRIKE KREMEIER (Kunsthistorikerin, Kuratorin; Direktorin des BLMK), geb. in Lindau; Studium der Kunstgeschichte und Literatur in München, New York und Berlin; Mitarbeiterin am Institut für Philosophie der Universität Leipzig; von 2006 bis 2012 Direktorin der Kunsthalle „Passerelle“ im französischen Brest (Bretagne); seit 2012 Direktorin des Kunstmuseums Dieselkraftwerk Cottbus (dkw), seit 2017 des Brandenburgischen Landesmuseums für Moderne Kunst (BLMK), zu dem auch Frankfurt (Oder) gehört.

GERD-RÜDIGER HOFFMANN (Dr. phil.; Rosa-Luxemburg-Stiftung), geb. in Luckau; Studium der Philosophie mit den Schwerpunkten Geschichte der Philosophie, Ästhetik und Sozialökologie in Leipzig; Lehrtätigkeit und wissenschaftliche Publikationen zur Philosophie in Afrika; Vorträge und Artikel auch über Kunst und Kultur, Marxismus und Literatur; von 2004 bis 2014 linker Kulturpolitiker und Landtagsabgeordneter in Brandenburg.

Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt frei. Interessierte sind herzlich eingeladen.

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Kapitalismus rentiert sich nicht mehr. Doch was ist die Alternative?

Vortrag & Gespräch mit Prof. Dr. Klaus Dörre (Soziologe, Friedrich-Schiller-Universität Jena)

Sehr herzlich lädt die Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg zu einer Veranstaltung mit Prof. Dr. Klaus Dörre ein.Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Seenland-Buchhandlung statt.

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Freitag, 17. Februar 2023, 16.00 Uhr
Bürgerhaus Wendische Kirche, Baderstr. 10, 01968 Senftenberg/Zły Komorow

Kapitalismus rentiert sich nicht mehr. Doch was ist die Alternative?

Vortrag und Gespräch mit

* Prof. Dr. Klaus Dörre (Soziologe, Friedrich-Schiller-Universität Jena)
* Einführung: Dr. Gerd-Rüdiger Hoffmann (Philosoph, Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg)
* moderiert von Ladina Soubeyrand (Studentin, Fridays for future)

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KLAUS DÖRRE (geb. 1957) ist Professor für Arbeits-, Industrie- und Wirtschaftssoziologie in Jena und enger Begleiter der Klimabewegung „Fridays for Future“ und der Gewerkschaften.

2021 erschien sein Buch „Die Utopie des Sozialismus. Kompass für eine Nachhaltigkeitsrevolution“, also gleich zwei Provokationen in einem Titel: Sozialismus und Revolution und dann auch noch den „Aktiven in der Klimabewegung unserer Zeit“ gewidmet. Die Wiener Wochenzeitung „Der Falter“ schrieb am 5. Oktober 2022 „Wer wissen will, wie die Arbeiterschaft denkt, der klopft bei Klaus Dörre an“ und druckte ein Interview mit ihm unter dem Titel „Arbeiter empfinden Grüne als Bedrohung“. Ein Artikel in der niedersorbischen Zeitung „Nowy Casnik“ vom August 2019 berichtete unter der Überschrift „Zu DDR-Zeiten waren wir die Helden der Nation, jetzt sind wir die Deppen der Nation“ über seine Forschungsergebnisse zum Strukturwandel in der Lausitz. Diese Studien fanden durch Aktivitäten der Rosa-Luxemburg-Stiftung Beachtung im Revier, jedoch kaum ihren Niederschlag in Programm oder praktischer Politik der institutionalisierten Linken in Brandenburg. Es ist bisher nicht gelungen, Klimabewegung und Arbeiterinteressen organisch zusammenzubringen. Doch genau darum geht es Klaus Dörre und seiner Forschergruppe. Deshalb ist er sich auch nicht zu schade, für Provokationen und Lösungsvorschläge in einer eigenen Radio-Show: klaus-doerre.de/radioshow/.

Klaus Dörre bildet eine Ausnahme im akademischen Betrieb, weil er eben nicht nur die Lage genau analysiert und dann in der üblichen Politikschelte verharrt, sondern auf Analysen und Lösungsvorschläge verweist, die einen wichtigen Beitrag leisten könnten, um Tagesgeschäft und strategische Zielstellungen sozial gerecht in Einklang zu bringen. Sein Ansatz ist, wer den Kapitalismus kritisiert, der muss auch Alternativen aufzeigen.

LADINA SOUBEYRAND (geb. 2004) ist Studentin der Geschichte und Ägyptologie an der Humboldt-Universität in Berlin und Initiatorin von „Fridays for Future“ in Senftenberg.

GERD-RÜDIGER HOFFMANN (geb. 1952) ist Philosoph und Afrikawissenschaftler sowie linker Kulturpolitiker, war 1989/1990 Mitinitiator der Interessengemeinschaft Dritter Weg in Senftenberg, aus der später die Initiativen der Rosa-Luxemburg-Stiftung in und um Senftenberg entstanden.

Der Eintritt ist frei. Interessierte Gäste sind herzlich willkommen.

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