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Aktuelle Termine des Regionalbüros Lausitz

 

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Kindergarten! Was muss sich ändern, damit es Kindern in Hort & Kita gut geht und ErzieherInnen bis zur Rente durchhalten?

Gespräch mit Annett Bauer und Dr. Martina Gurk

Sehr herzlich lädt die Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg zu einer Veranstaltung ein, die sich mit der Frage beschäftigt, was sich in der Kindertagesbetreuung ändern muss, damit es Kindern in Hort und Kita gut geht und Erzieherinnen und Erzieher bis zur Rente durchhalten. Hintergrund der Veranstaltung ist die aktuelle Debatte um ein Kita-Reform-Gesetz in Brandenburg.

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Mittwoch, 21. September 2022, 18.30 Uhr
Grundschule am See, Steigerstr. 23, 01968 Senftenberg/Zły Komorow

Kindergarten!
Was muss sich ändern, damit es Kindern in Hort & Kita gut geht und ErzieherInnen bis zur Rente durchhalten?

Vortrag und Gespräch mit
* Annett Bauer (Referentin für Kinder- und Jugendhilfe, Kindertagesbetreuung beim Paritätischen Wohlfahrtsverband Brandenburg),
* moderiert von Dr. Martina Gurk (Kinderärztin)

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„Kindergarten“ mit Ausrufezeichen meint mitunter eine aus dem Ruder gelaufene Diskussion. Der Begriff Kindergarten dagegen hat eine lange Tradition in der Geschichte der Pädagogik und ist eines der wenigen deutschen Wörter, die in anderen Sprachen als Fremdwort eingeführt sind. Um diese beiden Gesichtspunkte soll es in der Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg e.V. in Kooperation mit der „Seenland Buchhandlung“ gehen.

Aus folgendem Anlass finden Vortrag und Diskussion statt: Die brandenburgische Rot-Schwarz-Grüne Koalition hatte sich vorgenommen, noch in dieser Legislaturperiode ein Kita-Reform-Gesetz zu verabschieden. Der Kita-Abschnitt des Koalitionsvertrages von SPD, CDU und Bündnis 90/Die Grünen beginnt vielversprechend so: „Das Kita-Gesetz muss den heutigen Anforderungen gerecht werden. Deshalb wird das Gesetz grundlegend überarbeitet. Ziel ist es, gemeinsam mit den Beteiligten (kommunale Ebene, Eltern, Träger) zu klaren Verantwortlichkeiten hinsichtlich der Finanzierung zu kommen sowie eine praktikable Essensgeldregelung zu schaffen. Wir werden diese Finanzbeziehungen zwischen Land und Kommunen im Finanzausgleichsgesetz neu ordnen. Ebenso werden wir zu erarbeitende Qualitätsanforderungen für Kitas im Gesetz festschreiben. Der Grundstein für gute Bildung wird bereits mit einer qualitativ hochwertigen Bildungsarbeit und Betreuung in den Kindertagesstätten und der Kindertagespflege gelegt. Der Personalschlüssel in Krippe und Kindergarten wird schrittweise abgesenkt und dabei werden längere Betreuungszeiten und Leitungsfreistellungen berücksichtigt …“

Doch kürzlich erst verkündete die Bildungsministerin, dass dieses Vorhaben bis 2024 nicht zu realisieren sei, nachdem Kommunen und Landkreise ihre Bereitschaft zurückgezogen hatten, an der Reform weiter mitzuarbeiten. Der kommunalen Ebene fehlten die „notwendigen Ressourcen für die Begleitung und Umsetzung der Reform“. Belastungen durch Corona und Krieg böten keinen Spielraum für die Finanzierung. Eltern, Träger und Erzieherinnen und Erzieher sehen das anders. DIE LINKE fordert die Regierung auf, das Schlüsselvorhaben Kita-Reform-Gesetz auf den Weg zu bringen und bietet konstruktive Mitarbeit an. Der Landeselternsprecher Danilo Fischbach möchte, dass der Ministerpräsident die Angelegenheit zur Chefsache macht. Expertinnen, wie ANNETT BAUER, haben konkrete Vorschläge, was zu tun ist und legen weiterhin viel Wert darauf, sich über pädagogische Grundsätze zu verständigen, eine einheitliche Regelung der Finanzierung festzulegen, Fachkräfte zu gewinnen, die Wertschätzung der Erzieherinnen und Erzieher auch durch bessere Bezahlung zu erhöhen und in wichtigen organisatorischen und rechtlichen Fragen zu landeseinheitlichen Regelungen zu kommen.

Interessierte sind zu der Veranstaltung, die von der Kinderärztin DR. MARTINA GURK moderiert wird, herzlich eingeladen.

Für Kolleginnen und Kollegen aus dem pädagogischen Bereich stellen wir gern eine Teilnahmebestätigung aus. 

Zur Einladung als PDF-Datei ...