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Aktuelle Termine des Regionalbüros Lausitz

 

zu den durchgeführten Veranstaltungen geht es hier lang...

 

Sozialismus oder staatlicher Kapitalismus: “Chinas Sozialismus neu entdecken”

Buchvorstellung und Streitgespräch mit Prof. Dr. Michael Brie (Berlin)

Gemeinsam laden Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg e.V. und die Seenland-Buchhandlung ein zu Buchvorstellung und Streitgespräch zu Chinas Politik: 

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Donnerstag, 8. Oktober 2026, 17 Uhr
Wendische Kirche, Baderstr. 10, Senftenberg/Zły Komorow

Sozialismus oder staatlicher Kapitalismus: 
“Chinas Sozialismus neu entdecken”

Buchvorstellung und Streitgespräch mit 

* Prof. Dr. Michael Brie (Sozialphilosoph) und 
* Dr. Gerd-Rüdiger Hoffmann (Philosoph)
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Bereits im Jahre 2023 erschien von Michael Brie im Hamburger VSA-Verlag das Buch „Chinas Sozialismus neu entdecken“ (174 S., 14 €). Bereits dieser Titel dürfte nicht so recht zur gängigen Berichterstattung über China passen. 2024 erschien in einer Neuauflage von Brie „Eine Flugschrift“ über die ökologische Modernisierung der Volksrepublik: „Projekt ‚Schönes China‘“ (120 S., 12 €).

Es war also zu erwarten, dass Michael Brie widersprochen wird. Felix Wemheuer kritisiert Brie sowie die Debatten der Rosa-Luxemburg-Stiftung allgemein, dass noch immer „ein lineares Fortschrittsnarrativ“ vertreten würde (https://www.nd-aktuell.de/artikel/1198238.china-grosser-sprung-in-den-kapitalismus.html).

Vielleicht stellt sich tatsächlich die Frage, ob die Politik Chinas mit dem traditionellen begrifflichen Instrumentarium analysiert werden kann. Das ist eine Frage, die vor allem Linke stellen. Auf konservativer Seite jedoch scheint es vielmehr so, dass gesetzte ideologische Schlagwörter die offizielle deutsche Sicht auf den größten Handelspartner Deutschlands bestimmen. Eine Schlüsselstellung nimmt hier offenbar das Reden über China vom „systemischen Rivalen“ ein. Doch ist jede Kritik an der offiziellen deutschen Regierungsposition gleich eine Verteidigung der chinesischen Innen- wie Außenpolitik? Oder ist es nicht vielmehr so, dass als absolut gefasste „europäische Werte“ als abstrakter Maßstab für die Bewertung genommen werden und damit Meinung an die Stelle von Analyse tritt?

Brie meint: „Heute sind Worte wie ‚China-Versteher‘ zu Schimpfworten geworden. Das ist eine katastrophale Verengung im öffentlichen Diskurs auch der Linken, die sich damit dem Mainstream anpasst. Jede ernsthafte Kritik verlangt die Konstruktion eines Raums, in dem das, was kritisiert wird, zunächst einmal analysiert und verstanden wird.“ (Brie 2023, S. 9) 

Prof. Dr. Michael Brie, geb. 1954, ist Philosoph und Sozialwissenschaftler. Seine Forschungsschwerpunkten sind Theorie und Geschichte des Sozialismus und Kommunismus, sozial-ökologische Transformation und revolutionäre Realpolitik. Er ist Mitglied des Vorstands der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Die Bücher können in der Seenland-Buchhandlung bestellt werden. Eine Auswahl wird zur Veranstaltung zum Kauf angeboten.

Zur Einladung als PDF-Datei … 

Schicksal Treuhand - Treuhand-Schicksale

Ausstellung der RLS in der Volkshochschule OSL in Senftenberg/Zły Komorow

Die Volkshochschule Oberspreewald-Lausiz präsentiert die Treuhand-Ausstellung de rRosa-Luxemburg-Stiftung: 

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13. Oktober bis 13. November 2026
Volkshochschule OSL
Ritterstr. 5, 01968 Senftenberg/Zły Komorow

Schicksal Treuhand - Treuhand-Schicksale 
Eine Ausstellung der Rosa-Luxemburg-Stiftung 

Eröffnung: 
12. Oktober 2026, 17 Uhr  

Erzählsalon 
16. Oktober 2026, 18 Uhr 
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Die Treuhandpolitik brach 1990 wie ein Schicksalsschlag über die Ostdeutschen herein. Waren sie im Herbst 1989 selbstbewusst für Freiheit und Demokratie auf die Straßen gegangen, nahm ihr Leben nun eine ungewollte Wendung.

9.000 volkseigene Betriebe mit insgesamt 4,1 Millionen Arbeitsplätzen sollte die Treuhandanstalt innerhalb kürzester Zeit «markttauglich» machen. Die Betriebe wurden privatisiert oder liquidiert, Millionen Menschen arbeitslos. Wie erging es den Menschen dabei? Wie gingen sie mit dieser «Schocktherapie» um? Wie verarbeiteten sie die biografischen Brüche?

Davon erzählt die Ausstellung «Schicksal Treuhand – Treuhand-Schicksale» der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Sie gibt einen Einblick in die Vielzahl der Lebenswege. Die 13 ausgewählten Branchen und Betriebe stehen exemplarisch für die ostdeutsche Wirtschaft. Die meisten ostdeutschen Familien waren vom Wirken der Treuhandpolitik betroffen, ihr ausgeliefert. Sie erlebten die Treuhandanstalt als Schicksalsmacht.

Ein Beispiel für das Agieren der Treuhandanstalt in der Lausitz ist das Braunkohlenkombinat Lauchhammer. Eine Tafel der Ausstellung erinnert an das Braunkohlenkombinat und dessen Abwicklung.

Öffnungszeiten: 
Montag bis Donnerstag von 10 bis 19 Uhr
Freitag von 10 bis 14 Uhr 
Ohne Anmeldung. Eintritt frei

AUSNAHMEN: Wegen hausinterner Veranstaltungen ist die Ausstellung am 3./4./5./12. November 2026 nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.

Zur Einladung als PDF-Datei … 

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Am 16. Oktober 2026 (18 Uhr) sind alle Interessierten herzlich zu einem Erzählsalon eingeladen, moderiert von der Pädagogin Grit Sujata.

Die Transformation nach 1989/1990 hat Lebensläufe in der Region tief geprägt. Auch wenn sich die damaligen Schauplätze längst verändert haben, wirken die gesellschaftlichen Umbrüche in den persönlichen Erlebnissen der Menschen bis heute nach. Dennoch bleiben diese prägenden Erfahrungen oft unerzählt – und noch seltener werden sie für die Zukunft festgehalten, obwohl ihre Folgen bis in unsere Gegenwart spürbar sind.

In unserem Erzählsalon wollen wir diesen persönlichen Geschichten den Raum geben, den sie verdienen. Als Brücke dient uns dabei die digitale Geschichten-Galerie des Perspektiven e.V. Die dort dokumentierten Porträts zeigen eindrücklich, wie eng der Strukturwandel mit ganz persönlichen biografischen Momenten, und auch mit Brüchen, verwoben ist.

Kommen Sie mit uns ins Gespräch, hören Sie zu und teilen Sie Ihre eigenen Erlebnisse. Wenn Sie möchten, geben wir Ihnen direkt vor Ort die Gelegenheit, Ihre eigene Geschichte als Hör-Porträt beizusteuern und damit die Geschichtengalerie aktiv zu erweitern.

Mit Grit Sujata (Medienpädagogin/Sozialpädagogin und als Bildungsreferentin in der Jugend- und Erwachsenenbildung tätig; gemeinsam mit Hassan Richter hat sie die Geschichtengalerie initiiert, ein Web-Archiv, in dem Foto- und Hörporträts über Brandenburger Erwerbsbiografien – gesammelt auf Brandenburger Wochenmärkten – archiviert sind: Geschichten-Galerie)

Die Teilnahme ist kostenlos. Um Anmeldung wird gebeten – per E-Mail an die Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg: info@bbg-rls.de

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