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'Pisa-Schock' und musische Bildung

Provinz versus Provinzialität 2: Konferenz im Deutsch-Sorbischen Volkstheater Bautzen (4. und 5. Mai 2012)

Musische Bildung ist Ressort und übergreifende Aufgabe. Ob musische Bildung dazu beitragen kann, die auf Verwertbarkeit ausgerichteten PISA-Kriterien zu erfüllen, darf bezweifelt werden. Vielmehr wird zu fragen sein, ob das denn überhaupt das Ziel musischer Bildung wie kultureller Bildung insgesamt sein sollte. Welche Aufgaben musische Bildung im Konkreten hat, soll Gegenstand der Konferenz sein. Wenn in der "Provinz" musische Bildung als lustvolle Anstrengung begriffen wird, "Provinzialität" zu überwinden, dann sind die Probleme und Erfolge vielleicht viel direkter zu erfassen als in den "Metropolen".

Künstlerinnen und Künstler, Verantwortliche in der Kulturpolitik, kulturpolitisch Interessierte, aber vor allem interessierte Laien sind zu dieser öffentlichen Veranstaltung freundlich eingeladen. Die Veranstalter rechnen auch bei dieser zweiten Kulturkonferenz mit interessanten Fachvorträgen, sinnlichen Kunsterlebnissen und angenehmen Gesprächen. Nach der ersten Konferenz im Theater am Rand 2011 soll wiederum der Veranstaltungsort selbst Gegenstand des Ereignisses werden. Durch die gute Kooperation mit dem Deutsch-Sorbischen Volkstheater und dem Intendanten LUTZ HILLMANN werden die Stadt Bautzen und das Theater unter dem Konferenzmotto „Provinz versus Provinzialität“ vorgestellt werden.


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Herzlich Willkommen in Bautzen - Witajće k nam in Budyšin!

                  

Touristinformation Bautzen

Die Stadt an der Spree kann auf eine tausendjährige Geschichte zurückblicken. Besonders beeindruckend ist der historische Stadtkern mit seinen vielen Baudenkmalen, Türmen und seiner mittelalterlichen Straßenstruktur - mit seinen 1.500 Baudenkmalen anerkannt als Flächendenkmal.

In der Imagebroschüre der Stadt heißt es: "Mittelalterliche Türme und Basteien erheben sich kraftvoll auf einem Felsplateau, zu dessen Füßen sich die noch junge Spree windet. Die Stadt Bautzen, deren Silhouette in ihrer Gestalt selbst nach tausendjähriger Geschichte nahezu unverändert scheint, ... liegt eingebettet zwischen dem reizvollen Oberlausitzer Bergland im süden und einer europäweit einziartigen Heide- und Teichlandschaft im Norden ... Das Wahrzeichen der Stadt, die Alte Wasserkunst mit technischem Museum, ist lebendiges Geschichtszeugnis der Wasserversorgung Bautzens und Aussichtsturm zugleich. Mit einem unvergesslichen Blick über die Stadt bis hin zum Oberlausitzer Bergland und zur Heide- und Teichlandschaft wird der Aufstieg auf Bautzens schiefen Turm belohnt, den mit 1,44 Metern aus dem Lot geratenen Reichenturm. Seltenheitswert hat der Dom St. Petri, den seit der Reformationszeit evangelische und katholische Konfession gemeinsam nutzen. Die sakralen Schätze des Domstiftes sind nebenan in der Domschatzkammer zu besichtigen." 

Bautzen ist auch das kulturelle und politische Zentrum der Sorben in der Oberlausitz. In Bautzen haben zahlreiche sorbische Einrichtungen, Institutionen und kulturelle Stätten ihren Sitz. 

Die Touristinformation bietet auf ihrer Internetseite gut strukturiert eine Übersicht über die Geschichte der Stadt, die Sehenswürdigkeiten und Kultureinrichtungen oder auch Gedenkstätten und vieles mehr.

Zur Touristinformation ...


Stadtplan Bautzen

Die Touristinformation bietet unterschiedliche Stadtpläne an. Den Weg zur Konferenz findet man am einfachsten mit dem Innenstadtplan.

http://www.bautzen.de/dokumente/StadtplanBautzen.pdf


                  

Sorben in Bautzen

Bautzen ist das Zentrum der Sorben in der Oberlausitz - mit Sitz zahlreicher Vereine und Verbände der slawischen Minderheit. So ist die sorbische Sprache auch im Stadtbild überall präsent. 

Die Sorben besiedelten das Gebiet seit dem 6./7. Jahrhundert, heute leben im Gebiet der Lausitz etwa 60.000 Sorben - 2/3 im Bereich der Oberlausitz in Sachsen, 1/3 in der Niederlausitz in Brandenburg.

Für weitere Informationen sei die Seite "Die Sorben in Bautzen" der Touristinformation empfohlen, auf der auch die entsprechende Broschüre heruntergeladen werden kann.

Direkt am Veranstaltungsort der Kulturkonferenz befindet sich das Sorbische Museum (Foto) - ebenfalls auf der Ortenburg.


Deutsch-Sorbisches Volkstheater Bautzen

Das Deutsch-Sorbische Volkstheater / Němsko-Serbske Ludowe Dźiwadło in Bautzen ist deutschlandweit das einzige professionell betriebene bikulturelle Theater. Es ist somit eine wichtige Institution sorbischer, deutscher und deutsch-sorbischer Kultur. Damit geht einher, dass auf der Bühne Deutsch, Nieder- und Obersorbisch gesprochen wird. 

In sächsischer Besonderheit ist das Theater einerseits das Bautzner Stadttheater, andererseits das Lausitzer Kulturraumtheater mit regelmäßigen Auftritten an den Theatern Görlitz, Zittau und Kamenz sowie in der Lausitzhalle Hoyerswerda und in weiteren Orten der gesamten Lausitz in Sachsen und in Brandenburg.

Zur Homepage des Theaters ...


Veranstaltungsort: Das Burgtheater auf der Ortenburg

Quelle: Theater Bautzen

Das Hauptgebäude wurde vor kurzem umfassend renoviert. Die kleinere Spielstätte, das Burgtheater / Dźiwadło na hrodźe, wurde 2003 feierlich eröffnet. Es handelt sich dabei um einen Neubau im Hof der historischen Ortenburg. Neben Schauspielinszenierungen der kleinen Form werden hier auch die Inszenierungen des Puppentheaters aufgeführt und auch sorbische Kinder- und Jugendtheater hat hier sein Domizil.

Am Burgtheater hat auch der sogenannte Rietschelgiebel einen neuen Standort gefunden. Von Ernst Rietschel urspünglich als Teil eines ganzen Figurenprogramms für das erste Hoftheater in Dresden angefertigt, wurde der Giebel schließlich im Bautzner Theater eingebaut. Nach Abriss des alten Theaterbaus in den 1960er Jahren wurde das Figurenrelief nicht in den Neubau des Theatergebäudes integriert. 2003 schließlich fand die "Allegorie der Tragödie" einen neuen Platz am Burgtheater.


Geschlossene Gesellschaft - Inszenierung des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters Bautzen

Quelle: Theater Bautzen

Von Jean-Paul Sartre, Deutsch von Traugott König

Premiere: 17.02.2012

Regie: Erik Dolata, Ausstattung: Thomas Jänchen

Darsteller: Katja Reimann, Heike Ostendorp, Ralph Hensel und Erik Dolata

Spieltrieb Nr. 9 

In einem geschmacklosen Salon eines schäbigen Hotels, ohne Fenster, mit künstlichem Licht, das man nicht abdrehen kann, und einer nur von außen zu öffnenden Tür versuchen drei Menschen, zwei Frauen und ein Mann, in einem Machtspiel sich wechselseitig zu beherrschen - und scheitern. Eine Hölle, in der jeder zugleich Peiniger und Gepeinigter ist, Selbsttäuschung und Unaufrichtigkeit den anderen gegenüber nicht mehr funktionieren.

Der Romancier, Dramatiker, Philosoph und Publizist Jean-Paul Sartre (1905-1980) gilt einerseits als Vordenker und Hauptvertreter des Existentialismus, andererseits als der repräsentativste französische Intellektuelle des 20.Jahrhunderts. Spektakulär war seine langjährige Verbindung mit Simone de Beauvoir, die vor allem auf gemeinsamen Interessen und gemeinsamem geistigen Austausch beruhte. „Geschlossene Gesellschaft" wurde 1944 in Paris uraufgeführt.

Zum Beitrag zur Inszenierung in der Theaterzeitung Februar 2012 (Seite 4) ...

Zum Beitrag in der Theaterzeitung März 2012 (Seite 4) ...


Programm

aktualisierter Stand vom 3. Mai 2012


Freitag, 4. Mai 2012

Ankommen

15.00 Uhr Kaffee
   
15.30 Uhr Stadtführung


Auftakt

17.00 Uhr Begrüßung

  • Lutz Hillmann (Intendant des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters)
  • Heiko Kosel, MdL ((Sorbenpolitischer Sprecher der Linksfraktion im Sächsischen Landtag)
  • Stefanie Götze (Politikwissenschaftlerin, Verwaltungsbetriebswirtin; Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen) 
  • Cathleen Bürgelt (Historikerin; Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg) 

17.15 Uhr Eröffnungsvortrag

  • "Vergesst den Straßenbau, sorgt für Lebensqualität" mit Hinrich Enderlein (Minister a.D., Vorsitzender des Landesverbandes der Musikschulen und des Kulturbundes im Land Brandenburg)

18.15 Uhr Interview

  • "Die Hölle, das sind die anderen" (Sartre) - Alfred Eichhorn (Journalist, Moderator) im Gespräch mit Raúl Fornet-Betancourt (Befreiungstheologe, Befreiungsphilosoph)

18.30 Uhr Abendessen

19.30 Uhr Theateraufführung des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters

  • "Geschlossene Gesellschaft" von Jean-Paul Sartre (Regie: Erik Dolata)


Samstag, 5. Mai 2012

Einführung in Thema und Ort

9.00 Uhr Vortrag

  • "Pisa-Schock oder Musische Bildung" mit Gerd-Rüdiger Hoffmann, MdL (Philosoph; Rosa-Luxemburg-Stiftung)

9.15 Uhr Inszenierung des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters

  • "Die Bautzenballade" von Michael Lorenz (Regie: Erik Dolata)


Auf den Anfang kommt es an!

(Moderation: Torsten Koplin, MdL und Annekathrin Klepsch, MdL) 

9.45 Uhr Vorträge

  • "Vom Erlebnis zum Ergebnis. Zur Musikalisierung des menschlichen Lebens" mit Werner Beidinger (Prof. für Elementare Musikpädagogik; Universität Potsdam)
  • "Kulturelle Bildung im Kulturraum. Erfahrungen und Beispiele aus Sachsen und Dresden" mit Stephan Hoffmann (Theaterpädagoge, Fachreferent für Kulturelle Bildung der Stadtverwaltung Dresden)

11.00 Uhr Kaffeepause

11.30 Uhr Vorträge / Interview 

  • "Plattform Kulturelle Bildung in Brandenburg" - Alfred Eichhorn im Gespräch mit Ulrike Erdmann (Germanistin, Theaterwissenschaftlerin; Plattform Kulturelle Bildung, Kulturland Brandenburg)
  • "Oper im Schweinestall" mit Christina Tast (Festland e.V. Plattenburg)

12.00 Uhr Diskussion 

  • Podium mit Werner Beidinger, Stephan Hoffmann, Ulrike Erdmann und Christina Tast ; Moderation: Alfred Eichhorn

13.00 Uhr Mittagspause


Wer bestimmt eigentlich, was wertvoll ist 

(Moderation: Volker Külow, MdL)

14.00 Uhr Vorträge / Musik

  • "Folklore oder Hochkultur" mit Detlef Kobjela (sorbischer Komponist) und Oksana Weingardt-Schön (Pianistin, Komponistin; Kammermusikensemble ars:is) und Gerald Schön (Bariton; Kammermusikensemble ars:is)
  • "Eine Musikakademie im ländlichen Raum" mit Ulrike Liedtke (Musikwissenschaftlerin; Musikakademie Rheinsberg)
  • Wirklicher als die Wirklichkeit? Fernsehen in Familien mit Heiko Hilker (Dresdner Institut für Medien, Bildung und Beratung)

15.00 Uhr Diskussion

  • Podium mit Ulrike Liedtke, Detlef Kobjela, Lutz Hillmann und Heiko Hilker; Moderation: Alfred Eichhorn


Abschluss

15.50 Uhr Ausblick

  • Thomas Flierl (Kulturwissenschaftler; Kultursenator a.D., Kulturforum der Rosa-Luxemburg-Stiftung)
  • Gerd-Rüdiger Hoffmann



Anmeldung

Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung gebeten:

  • Regionalbüro Lausitz der Rosa-Luxemburg-Stiftung

          Bärengasse 3, 01968 Senftenberg

  • Telefon: 03573 – 6589 586

Teilnahmebeitrag inklusive Theaterkarten und Versorgung an beiden Tagen: 25 Euro. 

Bei der Organisation von Übernachtungsmöglichkeiten sind wir gern behilflich. Weitere Informationen finden Sie weiter unten.


Übernachtung

Wir bitten sehr freundlich darum, sich die Übernachtung in Bautzen selbst zu organisieren. Es gibt eine Reihe von Hotels, Pensionen, privaten Zimmern oder auch eine Jugendherberge zum Teil in unmittelbarer Nähe des Veranstaltungsortes. Das Preisspektrum ist breit gefächert. 

Zum Gastgeberverzeichnis 2011/2012


Übernachtungsmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe der Konferenz


Best Western Plus Hotel Bautzen

Wendischer Graben 20, 02625 Bautzen

T 03591 – 49 20

info@hotel-bautzen.bestwestern.de

www.hotel-bautzen.bestwestern.de

unter dem Stichwort „Kulturkonferenz“: EZ 69,00 Euro


Jugendherberge „Gerberbastei“

Am Zwinger 1, 02625 Bautzen

T 03591 – 40 34 7

jhbautzen@djh.de

www.bautzen.jugendherberge.de

1- bis 6-Bett-Zimmer 19,50 Euro + 3,50 Euro Aufschlag bei Personen über 27 Jahren + ggf. EZ-Zuschlag

Bitte das Stichwort "Rosa-Luxemburg-Stiftung" angeben, da die RLS Mitglied im Jugendherbergsverband ist.


Hotel garni „Dom-Eck“

Breitengasse 2 (Dom St. Petri)

T 03591 – 50 13 30

info@wjelbik.de

www.wjelbik.de

EZ / DZ ab 60,00 / 76,00 Euro


Hotel „Villa Antonia“

Lessingstr. 1, 02625 Bautzen

T 03591 – 50 10 20

info@hotel-villa-antonia.de

www.hotel-villa-antonia.de

EZ / DZ 55,00 / 79,00 Euro


Pension „Schnitzelstube“

Schlossstr. 1, 02625 Bautzen

T 03591 – 47 59 0

Pension.Stephan@t-online.de

www.pensionstephan-bautzen.de

EZ / DZ 55,00 / 70,00 Euro


Hotel „Alte Gerberei“

Uferweg 1, 02625 Bautzen

T 03591 – 27 23 90

info@hotel-alte-gerberei.de

www.hotel-alte-gerberei.de

EZ / DZ ab 52,00 / 70,00 Euro


Hotel garni „Haus Buchheim“

Schlossstr. 11, 02625 Bautzen

T 03591 - 46 40 49 9

loecken1@aol.com

www.pension-am-schloss.de

EZ / DZ ab 49,00 / 69,00 Euro


Hotel garni „Schloss-Schänke“

Burgplatz 5, 02625 Bautzen

T 03591 – 30 49 90

info@schloss-schaenke.net

www.schloss-schaenke.net

EZ / DZ / 3BZ ab 48,00 / 85,00 / 95,00 Euro


Pension „Le Petit “

Steinstr. 25, 02625 Bautzen

T 03591 – 43 59 8

matthias.jarcke@web.de

www.lepetit-bautzen.de

EZ / DZ ab 45,00 / 60,00 Euro


„Spree-Pension“

Fischergasse 6, 02625 Bautzen

T 03591 – 48 96 0

frenzel.pension@t-online.de

www.spree-pension.de

EZ / DZ ab 40,00 / 60,00 Euro


Pension „Zum Echten“

Lauengraben 16, 02625 Bautzen

T 03591 – 42 34 5

zum.echten@t-online.de

www.zum-echten-bautzen.de

EZ / DZ 35,00 / 60,00 Euro


Pension Krause

Seidauer Str. 40, 02625 Bautzen

T 03591 – 39 66 66

gasthauskrause@t-online.de

www.pension-krause.eu

EZ / DZ 35,00 / 58,00 Euro


Pension „Am Stadtwall“

Flinzstr. 4a, 02625 Bautzen

T 03591 – 44 84 8

www.pension-stadtwall.de

EZ / DZ 29,00 / 44,00 Euro


Ferienwohnung „Haus Arragon“

Fleischergasse 16, 02625 Bautzen

T 03591 – 28 91 1

www.unterkunft-arragon-bautzen.de

EZ / DZ ab 25,00 Euro


City-Pension Bautzen

Dr.-Maria-Grollmuß-Str. 14, 02625 Bautzen

T 0172 – 49 16 46 2

city-pension-bautzen@t-online.de

www.city-pension-bautzen.de

EZ / DZ ab 25,00 / 36,00 Euro


Zimmervermietung Trebes

Gerberstr. 3, 02625 Bautzen

T 03591 – 49 15 14

2BZ / 3BZ ab 17,50 / 50,00 Euro


Weitere Übernachtungsmöglichkeiten finden Sie imGastgeberverzeichnis 2011/2012