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Geothermie als mögliche Schlüsseltechnologie brandenburgischer Energiestrategie

Kleine Anfrage vom 1. Juni 2011 (DS 5/3330)

Tiefengeothermie erweist sich als besonders zukunftsorientiert unter dem Gesichtspunkt der knapper und teurer werdenden Ressourcen auf der Basis fossiler Energieträger und der notwendigen Senkung des CO2-Ausstoßes. Tiefengeothermie erfordert aber auch besonders hohe Investitionen im Forschungsstadium, weshalb Technologien auf dieser Basis von großen Energieunternehmen eventuell deshalb vorschnell als nicht machbar eingestuft werden könnten. Andererseits hat das Land Brandenburg gute Voraussetzungen, um auf diesem Gebiet zumindest in der Energieforschung innerhalb der Bundesrepublik eine führende Position einnehmen zu können.

Ich frage die Landesregierung:

  1. Welche Unternehmen, wissenschaftlichen Einrichtungen und Institute sind im Land Brandenburg mit der Erforschung und Erprobung von Technologien der Tiefengeothermie befasst?
  2. Wie gestaltet sich auf diesem Gebiet die Kooperation auf bundespolitischer und auf europäischer Ebene?
  3. Wie und in welcher Höhe wurde bisher die Geothermieforschung unter besonderer Berücksichtigung der Tiefengeothermie im Land Brandenburg seit 2002 insgesamt gefördert (Bund, Land, Beteiligung von Energieunternehmen usw.)?
  4. In welchem Verhältnis (in absoluten Zahlen und in prozentualen Anteilen) stehen die Förderung von Geothermie, CO2-Abscheidung/Transport/Nutzung, Braunkohlenutzung insgesamt, Solarenergie, Windenergie, Bioenergie und Atomenergie in der Forschung und bei der wirtschaftlichen Nutzung?
  5. Welche Ergebnisse in Forschung und Praxis kann das seit 2002 arbeitende Geothermielabor Groß Schönebeck vorweisen?
  6. In welchem Maße werden im Land Brandenburg auf dem Gebiet der Geothermie einsetzbare Fachkräfte (Facharbeiter und Facharbeiterinnen, Ingenieure und Ingenieurinnen) ausgebildet?
  7. Wie lässt sich gegenwärtig die Frage nach der Machbarkeit geothermischer Stromerzeugung aus Gesteinsschichten in mindestens 4000 Metern Tiefe beantworten?
  8. Welche Gründe sieht die Landesregierung dafür, dass in der Öffentlichkeit die Geothermie im Vergleich etwa zur CCS-Technologie kaum beachtet wird?


Antwort der Landesregierung

vom 12. Juli 2010 (DS 5/1629)