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Theater sind kein Luxus, sondern notwendig

Pressemitteilung von Dr. Gerd-Rüdiger Hoffmann (MdL, DIE LINKE / fraktionslos) vom 20.1.2011

Der Koalition aus SPD und Linkspartei ist zu danken, dass es trotz angespannter Haushaltslage keine Kürzungen im Kulturbereich gab. Aber obgleich von Seiten der Landesregierung versprochen, zumindest in Aussicht gestellt worden war, dass die Theaterverträge mit den uckermärkischen bühnen schwedt und der NEUEN BÜHNE Senftenberg über eine Laufzeit von drei Jahren noch im Dezember 2010 abgeschlossen werden, wurde daraus bis heute nichts. Für Irritation sorgten auch Äußerungen der Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Frau Martina Münch, dass die Kommunen stärker als das Land in der Kulturförderung gefordert seien, weil sie Träger der Kultur wären. Die Kommunen aber, selber in schwieriger Finanzlage, sprechen von einer dramatischen Situation. Dennoch gab es andererseits mit der leichten Aufstockung des Kulturetats im Haushaltsplan 2011 und zahlreichen Stellungnahmen von Vertretern der Landesregierung und der Koalition im Landtag auch klare Bekenntnisse zur Wertschätzung dieser beiden Theater im Land Brandenburg.

Aufgrund dieser Gemengelage ist der Landtagsabgeordnete Gerd-Rüdiger Hoffmann parlamentarisch initiativ geworden und hat am 19. Januar 2011 eine Kleine Anfrage an die Landesregierung gerichtet. Darin fragt er unter anderem nach den Gründen für die Verzögerung bei der Verhandlung der Theaterverträge mit Schwedt und Senftenberg, nach der Aufteilung der Erhöhung der Theaterpauschale um 1,5 Mio. Euro und grundsätzlich nach der Bewertung der Arbeit der beiden Theater unter den Gesichtspunkten der künstlerischen Qualität, der Verankerung in der Region und im Land Brandenburg (Standortfaktor), der Wirkung der Ensembles auf das geistig-kulturelle Klima in den jeweiligen Regionen und der Bedeutung für die Ausstrahlung des Landes Brandenburg auf andere Bundesländer und darüber hinaus.

„Theater sind kein Luxus, sie sind notwendig. Sie sorgen für MehrWert“, betont der Abgeordnete Hoffmann. „Natürlich geht es angesichts der Haushaltslage um Schwerpunktsetzung. Hier ist jede Entscheidung schwer. Aber, wenn das Geld für eine neue Straße nicht reicht, dann wird sie eben noch nicht gebaut. Wenn bei einem Theater gekürzt wird, dann besteht die Gefahr, dass es an diesem Ort nie wieder ein Theater gibt. Den Unterschied zwischen einem ‚Noch Nicht‘ und einem ‚Nie Wieder‘ halte ich in diesem Zusammenhang für wesentlich.“

Mit einer Antwort darauf ist in etwa vier Wochen zu rechnen.

F.d.R.d.A.: Cathleen Bürgelt


Pressemitteilung zur Kleinen Anfrage (Theaterverträge)

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